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Dressing (Vinaigrette)

21. November 2011 - 4 Kommentare

Rezept: Dressing (Vinaigrette)

Wenn wir schon mal bei den Soßen sind, soll auch mein zweiter Beitrag etwas mit dem flüssigen Gold zu tun haben. Wie bereits bekannt, badet der Schwabe gerne in der Soße und so muss auch an den Salat “a gscheide Bria naa”.

Für gewöhnlich besteht “dia Salatsoß” in den meisten schwäbischen Küchen – so ist es zumindest in meiner Familie Gang und Gebe – aus Essig, Öl, Kräuter und mindestens einem halben Pfund Zwiebeln. Pro 300g Gesamtmasse, versteht sich. Das Ganze wird dann mit 20 Litern Wasser verdünnt, damit es kalorienreduzierter ist “ond dass mr et ausanander goot, wia soa Stuck Rendvieh”.

Na ok, so schlimm ist es dann doch nicht und ich habe etwas übertrieben :-P Dennoch scheint die allgemeine Meinung verbreitet zu sein, rohe Zwiebeln würden das Dressing aufwerten und eine Menge Wasser würden dem Dressing nicht schaden. Da bin ich aber ganz anderer Meinung. Ich finde, zu viele rohe Zwiebeln tun einem Dressing nicht gut, da sie alle anderen Zutaten überdecken und zu viel Wasser entzieht ebenfalls den Geschmack. Vorallem hängt am gewaschenen Salat zumeist noch genug Wasser.

Deshalb mache ich mein Dressing immer ohne Zwiebeln und mit wenig Wasser. Und was man dabei beachten sollte, möchte ich euch mit diesem Beitrag zeigen.

Viele denken immer, ein Dressing zu machen wäre eine Kunst, die ohne diverse Fix-Produkte nur von Profiköchen beherrscht wird. Eine Schüssel in der Hand, in die locker 20 Liter Dressing passen. Darin befinden sich 200 Milliliter Öl, 3 Tropfen Essig und frische Gartenkräuter. Diese werden mit einem Schneebesen, der einem Straßenfeger gleicht, und mit einer Geschwindigkeit, bei der man vom Zuschauen schon ins Schwitzen kommt, verquirlt. Jeder kennt’s wahrscheinlich aus der TV-Werbung. Kein Wunder, dass zu Hause alle mit gesenktem Kopf zu den ominösen Päckchen greifen und verzweifelt versuchen, den ledrigen Glutamat-Geschmack, mit etwas eigenem Öl und Essig “aufzuwerten”…

Eigentlich gibt es nur eine Regel, die man befolgen muss, um zum Dressingkönig bzw. zur Dressingkönigin zu werden.

Regel: Das Verhältnis zwischen Öl und Essig muss 2 zu 1 sein.
Beispiel: 200 ml Öl und 100 ml Essig

Noch besser wird das Dressing, wenn man statt einem Shaker oder dem Schneebesen einen Mixer benutzt.

Ich mache es z.B. immer so.

  • Ich gebe 200 ml Rapsöl und 100 ml weißen Balsamico in den Mixer
  • Dieses Gemisch wird so lange gemixt, bis eine homogene Flüssigkeit entstanden ist. Diese wird sich später nicht mehr trennen, wenn das Mischverhältnis von 2 zu 1 beachtet wurde
  • Danach kann das Dressing verfeinert und ausgebaut werden mit was man möchte
  • Ich lasse den Mixer weiterlaufen und gebe zwei Teelöffel Dijon-Senf dazu. Mir kommt es immer so vor, als ob der Senf das Gemisch noch besser bindet (Man kennt es ja von Mayonnaise – wobei dort das Eigelb auch eine große Rolle spielt)
  • Danach gebe ich noch etwas Gelee hinzu (Quitte oder Johannisbeer) und würze mit Salz, Pfeffer
  • Etwas Paprikapulver gibt dem Dressing eine schöne rötliche Farbe
  • Ein Spritzer Zitronensaft gibt noch mehr Säure, ohne das Verhältnis 2 zu 1 groß zu stören
  • Nun macht es auch nichts mehr aus, wenn man ein klein wenig Wasser dazu gibt und es mit in die Struktur binden lässt. Aber Vorsicht: Bei zu viel Wasser trennt es sich später wieder vom Dressing
  • Nun greife ich auf getrockneten Schnittlauch zurück und gebe davon etwas in den Mixer
  • Nach kurzer Zeit wird die Geschwindigkeit des Mixers so gedrosselt, dass er nur noch verrührt und nichts mehr zerkleinert
  • Anschließend kann das Dressing abgefüllt und in den Kühlschrank gestellt werden

Ihr werdet feststellen, dass sich die Bestandteile im Dressing auch nach Tagen noch nicht trennen. Es kann so sehr lange gelagert werden, ohne neu geschüttelt werden zu müssen. Vorallem hat es aber eine sehr schöne, sämige, Konsistenz, wodurch es hervorragend an den Salatblättern haftet.

Ich mache mir meistens eine größere Menge Dressing und lagere Diese im Kühlschrank. So ist immer ein Salatdressing griffbereit und ich wette, ihr habt damit schneller einen Salat zubereitet, als mit einem Päckchen.

Viele Spaß beim Nachmachen :-)

Und wie immer gilt: Bei Gefallen weitersagen, ansonsten…. pssssscht ;-)

 

… und nochmal das Ergebnis
Dressing

Dressing (Vinaigrette), 5.0 out of 5 based on 4 ratings

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4 Kommentare

  • Halli Hallo, hier ein neuer Artikel (Dressing) auf http://www.kochschwabe.de

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  • Es kommt auf die Qualität der Zwiebeln an.

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    • Stimmt auch wieder. Aaaaaaaaber….Geschmacksache :-)

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    • Als gelernter Koch aus den besten Häusern im Schwarzwald, weiss ich was Geschmacksache bedeutet.

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