Kässpätzle

6. Januar 2012 - 3 Kommentare

Rezept: Kässpätzle

Jeder kennt sie, jeder mag sie. Kässpätzle finden sich im deutschsprachigen Raum auf fast jeder Speisekarte und in unzähligen Varianten wieder. Dabei bestehen sie meistens aus den Zutaten Käse und Spätzle. Fast schon wieder logisch, gell? ;-) Dennoch kann man auch mit den einfachsten Zutaten viel falsch machen, vorallem wenn man meint, man könne mit Diesen nicht auskommen und man versucht, durch noch mehr Zutaten das Gericht aufzumotzen. Aber Vorsicht, dieser Schuss kann auch nach hinten losgehen. Weniger ist manchmal mehr!

Nun komme ich endlich mal dazu, den versprochenen Artikel über meine Kässpätzle zu schreiben. Vor einigen Tagen bzw. Wochen konnte ich einen kleinen Einblick in die Spätzleherstellung geben. Wenn auch trockene Spätzle sehr gut als Beilage geeignet sind und natürlich zu fast jedem schwäbischen Gericht passen, kann man daraus aber auch noch mehr machen.

Ich möchte meinen Kässpätzle keinen besonderen Namen geben, da sie Diesen mit Sicherheit nicht verdient hätten. Es sind mit Sicherheit keine “Allgäuer Kässpätzle”, da ich dafür nicht den richtigen Käse verwenden konnte. Auch andere Namen sollten meine Kässpätzle nicht verwenden, da in den meisten Rezepten per Definition bestimmte Zutaten verwendet werden müssen.

Klar hätte ich gerne einen Gruyere oder einen teuren Emmentaler oder sonst etwas benutzt. Aber im Kühlschrank war eben nur noch Raclette-Käse übrig und ich hatte gerade gaaaaanz zufällig Spätzle übrig, da ich darüber einen Artikel geschrieben hatte :-) Eigentlich ist es auch völlig egal, welchen Käse man für die Kässpätzle verwendet. Hauptsache er ist würzig, schmeckt einem selbst und hat mindestens 40% Fett i.Tr.

Oder glaubt ihr wirklich die leckeren Kässpätzle aus dem Restaurant um die Ecke beinhalten den exklusivsten Käse, den es weit und breit gibt? Und das bei einem Preis von 6,50 € pro Portion?

Im Leben nicht!!!

Ich hatte schon viele Kässpätzle, vorallem im Skiurlaub. Dort gibt es diese in fast jeder Almhütte. Und ich wette, 80% davon halten sich nicht an die definierten Käsesorten, die original “Allgäuer Kässpätzle” oder Ähnliche beinhalten müssen. Ich möchte sogar behaupten, dass dort sehr viel mit Glutamat geschummelt wird. Ihr merkt schon, ich reite immer wieder gerne auf dem Teufelszeug herum, aber ich habe eben nun mal eine Abneigung dagegen und verstehe nicht, warum viele Leute glauben, es lasse sich damit einfacher “Kochen”… Es schmeckt danach doch alles gleich, seien wir doch mal ehrlich!

So, nun aber zu meinen Kässpätzle, die aus folgenden Zutaten bestehen sollten:

  • Spätzle
  • Zwiebeln
  • Würziger Käse mit mindestens 40% Fett i.Tr.
  • Pfeffer

Salz ist für die Kässpätzle eigentlich garnicht notwendig, da der Käse genug Würze mitsich bringt.

Mehr zur Zubereitung soll in folgender Diashow deutlich werden.

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Die Zubereitung der Kässpätzle dauert ca. 20 Minuten. Addiert man die Zubereitung der selbstgemachten Spätzle, hat man in einer guten Stunde selbstgemachte Kässpätzle. Pro Portion kostet das Ganze ca. 2,00 €. Das glaubt ihr nicht? Probiert es aus ;-)

Viel Spaß beim Nachkochen und Schlemmen!



  • http://www.donAceto.dewww.Wein-auf-Rezept.de donAceto

    Hallo Kochschwoab,

    grundsätzlich kann man mit jedem Käse und Spätzle – wie der Name schon sagt – KäsSpätzle herstellen. Alles Geschmacksache.

    Eine unglaublich derftige und trotzdem fein abgerundete Version ist diese, welche ich bevorzuge, wobei natürlich “Weisslacker” sogar im Allgäu selten zu bekommen ist (es lohnt sich aber – siehe hier: http://www.slowfood.de/biodiversitaet/die_arche_passagiere/weisslacker/:

    Mein Rezept also:

    500 g Mehl
    8-10 Eier
    evtl. (Mineral)Wasser
    Salz
    150 g Bergkäse
    100 g Romadur
    50 g Weisslacker
    120 g Butter(schmalz)
    4 Zwiebeln in Ringen
    Pfeffer, Salz, Muskat
    Schlagsahne

    Spätzleteig zubereiten und abtropfen lassen. Bergkäse reiben. den Romadur und den Weisslacker in kleine Stücke schneiden. In einer grossen Pfanne (evtl. Wok) die Zwiebeln in Butter(schmalz) anbraten, die Spätzle dazu geben und kräftig würzen. Bald darauf den Käse darunter mischen und umrühren. Sobald sich der Käse in Fäden zieht, einen „Schuss“ Sahne darunter geben, umrühren und sofort servieren.

    Herzliche Grüsse und viel Erfolg mit dem Blog
    Edgar – donAceto -

    • http://www.kochschwabe.de kochschwabe

      Sauber, danke für den Kommentar. Fahre am Wochenende wahrscheinlich wieder ins Allgäu. Mal schaun, ob ich da irgendwo den Weißlacker bekomme ;-)