Für Käseliebhaber gibt es glaub nichts Größeres als Käsefondue. Wenn es nicht so auf den Hüften haften würde, gäbe es das bei mir mindestens einmal in der Woche.
Da sich mein Körper aber sofort an mir rächt und dann wieder eine Runde mehr Laufen angesagt ist, gibt es dieses wunderbare Gericht nur ein paar mal im Jahr.
Meistens in der Winterzeit, da romantisiert es einen Abend mit Kerzenschein und einem guten Weißwein ungemein, auch wenn kein Schnee liegt und die Weihnachtsgeschenke nicht aus Wollsocken, sondern aus Badelatschen bestehen.
Aber auch im Sommer macht sich so ein Topf auf dem Gartentisch ganz gut. Es ist einfach extrem gemütlich, da zu sitzen und immer wieder ein Stück Brot in das essbare Gold zu tunken. Leeeecker.
Und damit ihr auch auf den Geschmack kommt, habe ich glatt mal einen Artikel darüber geschrieben. Ihr seid gerade dabei, diesen zu lesen.
Wie ihr später in den Bildern sehen werdet, handelt es sich bei meinem Topf leider nicht um ein Caquelon, sondern um einen anderen, zweckentfremdeten, Topf aus Keramik. Unser Caquelon ist leider schon vor der ersten Anwendung zu Bruch gegangen. Wir waren damals in der Schweiz am Genfer See bei meiner Schwägerin zu Besuch. Dort gibt es am Abend der Anreise traditionell Käsefondue (auf das freue ich mich meistens schon zwei Wochen vorher). Irgendwann beim Essen meinte sie dann, sie habe noch ein altes Caquelon, das sie nicht mehr benötigen und uns vermachen würden.
Leute, ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass ich mich gefreut habe, wie ein kleines Kind. Ein original Caquelon, gekauft in der Schweiz und jahrelang in einem schweizer Haushalt verwendet. Das war echt wie Weihnachten…. Ok, beim damaligen Besuch waren wir auch über Weihnachten dort, aber egal.
Es war einfach nur göttlich.
Naja, auf der Heimfahrt nahm das Schicksal dann seinen Lauf. “Klein-Töpfli” war es zwischen dem anderen Gepäck etwas zu eng, weshalb es sich spontan dazu entschied, sich etwas kleiner zu machen
Und so nahm es zu Hause den direkten Weg zum Mülleimer. Nicht über Los und Geld gab es auch keines zurück. War ja ein Geschenk.
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Ok, genug getrauert.
Hier die Zutaten für das (original) schweizer Käsefondue, was ich uns heute Abend gemacht hatte. Morgen werd ichs wieder bereuen.
Zutaten (für 2 Personen):
- 150 g Gruyère
- 150 g guter Emmentaler (oder auch Raclette, find ich fast noch würziger)
- 150 ml trockenen Weißwein (Ich nehme immer einen Grauburgunder)
- 1 TL Speisestärke
- 1 EL Kirschwasser
- 1 Knoblauchzehe
- etwas Muskat
Es gibt auch andere Rezepte, die noch mehr verschiedene würzige Käsesorten verwenden.
Zubereitung:
- Wein langsam im Caquelon (auf der Herdplatte) erwärmen
- Knoblauch hinein pressen
- geriebenen Käse portionsweise darin schmelzen
- Speisestärke in Kirschwasser einrühren und zum Käsegemisch geben
- aufkochen lassen
- Mit Muskat würzen
- Leicht weiter rühren und schauen, dass die Stärke das Fondue bindet
- Wenn das Fondue cremig, zähflüssig ist, kann es auf dem Rechaud serviert werden
Gegessen wird das Fondue folgendermaßen. Man nimmt ein Stück Brot mit der Fonduegabel auf, tunkt es in das Fondue und anschließend in frisch gemahlenen Pfeffer. Dazu schmeckt natürlich der, für das Fondue verwendete, Wein am besten
Sodele, jetzt gibt’s wie immer ein paar Impressionen und Kommentare dazu:
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Gruyère & Emmentaler
Noch sind es zwei Käse, bald werden sie zu flüssigem Gold
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Käse reiben
Der Käse wird grob gerieben, damit er besser schmilzt
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Caquelon-Ersatz
Die Geschichte kennt ihr ja :-(
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Weißwein erhitzen
Der Weißwein wird langsam erhitzt
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Knoblauch pressen
In den Wein wird eine Zehe Knoblauch gepresst. Normalerweise gibt man ihn erst zum Käse dazu, aber da bin ich mit Rühren beschäftigt :-)
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Käse portionsweise schmelzen
Nun wird der Käse portionsweise hinzugegeben. Dabei schmilzt er und kann eingerührt werden
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Kompletter Käse geschmolzen
Et Voila. Zum Schluss noch mit dem Stärke-Kirschwasser eindicken und fertig isses
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Es kann angerichtet werden
Deko wird hier völlig überbewertet. Das Fondue ist Publikumsmagnet genug.
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Jetzt kann es losgehen
Brot aufspießen und rein damit
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Tunken und genießen
Leeeecker, gleich geht's los
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In Pfeffer tunken
Pfeffer + Käse = Lecker
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Etwas viel Pfeffer :-)
Hops und weg
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Zweckentfremdeter "Teewarmhalter"
Kein Richaud, sondern wieder eine Alternative. Ein Teelicht reicht. Hat trotzdem genug Hitze um den Käse warm und flüssig zu halten
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So schnell kann's gehen
Und babala. Sehr schön zu erkennen: Etwas "eingebrannter" Käse, direkt über der Flamme
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Tapfer geschlagen
Bauch voll, Topf leer
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Brotwürfel
Wenn's meisle vool isch, isch s'Meahl bittr
Viel Spaß beim Nachkochen und Genießen….
… und beim anschließenden Abtrainieren
Update vom 27.02.2012
Soeben bin ich auf das Kochevent “Fremdkochen: Hüttenzauber” von www.huettenhilfe.de gestoßen und dachte mir, da passt doch dein Käsefondue wunderbar rein. Das Originalrezept hatte ich bei chefkoch.de gefunden.

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Schlagwörter
Brot, Gruyère, Käse, Kirschwasser, Knoblauch, Muskat, Pfeffer, Speisestärke, Weißwein


Gibt’s ein perfekteres Rezept für den Hüttenzauber als ein leckeres Käsefondue? Sicher nicht ;o)
Vielen Dank für Deine Teilnahme, das Fondue sieht wirklich toll aus!
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Ich schon wieder ;o) Schickst Du uns das Bild für das PDF-Kochbuch bitte noch in Originalgröße an
? Danke!
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