“Applaus ist das Brot des Künstlers. Jedoch lebt man nicht vom Brot allein.”

So oder so ähnlich heißt es doch, oder? Und so ähnlich ist das auch mit uns Bloggern. Auch wenn ich mich nicht als Künstler bezeichnen würde, existieren doch sehr viele Parallelen. Hierfür möchte ich den Blogger ein wenig mit dem Straßenmusiker vergleichen.

Wir stellen uns in eine Fußgängerzone – in dem Fall das große, weite Internet – und fangen an zu spielen, also zu texten. Wir teilen mit dem Rest der Welt unsere Gedanken, unsere Fertigkeiten und eine Leidenschaft. In der Regel fühlt sich der Leser dabei angenehm unterhalten, eben wie wenn er durch die Fußgängerzone läuft und dabei einem Straßenmusiker begegnet.

Straßenmusiker

Der Straßenmusiker verlangt für seine Musik keinen Eintritt. Er ist zufrieden, wenn er die Menschen unterhalten kann und nebenbei ein wenig Taschengeld verdient. Ja ok, zugegebenermaßen kann ein guter Straßenmusiker sogar richtig viel damit verdienen. Jedoch ist das bei vielen Musikern auch völlig legitim. Denn viele davon spielen so gut, dass man sich fragen muss: “Wofür geht der auf die Straße? Der könnte doch auch auf der großen Bühne eine Karriere starten…”

So ähnlich ist es auch bei uns Bloggern. Wir schreiben oft stundenlang und recherchieren sehr viel – wir machen oft sehr schöne Bilder, für die wir ebenfalls lange nach der perfekten Einstellung suchen. Zum Einen, weil wir Spaß daran haben und zum Anderen, weil wir andere Menschen damit begeistern und unterhalten möchten. Eben wie bei einem Straßenmusiker. Wir verlangen keinen Eintritt für unser Gedankengut und stellen es der ganzen Welt frei zur Verfügung.

Nun, wenn jemand durch die Straße flaniert und dabei einem guten Straßenmusiker begegnet kann es passieren, dass er verweilt und der Musik lauscht. Oftmals tummeln sich ganze Scharen um einen Musiker und applaudieren Lautstark durch die ganze Stadt, wenn er seine Sache gut macht. Dabei wandern immer wieder ein paar Cent in Richtung Musiker. Nicht jeder gibt etwas, manche genießen auch nur und laufen anschließend weiter, aber immer wieder überwindet sich jemand…

Doch wo ist hier nun die Parallele zu den Bloggern?

Man könnte natürlich auf seinem Blog ebenfalls einen Hut bzw. einen Koffer platzieren in den die Leser Cent-Beträge werfen können, falls ihnen die Arbeit gefällt. Da wäre jedem geholfen. Der Leser muss keinen Eintritt bezahlen und der Blogger kann von den Centbeträgen gut leben, da sie in der Masse ja doch ein paar Euro ergeben. Das wäre technisch alles machbar.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten mit denen ein Leser den Blogger unterstützen kann, ohne dass der Leser dafür selbst in die Tasche greifen muss. Denn schlussendlich möchte ich mein Gedankengut immernoch kostenlos zur Verfügung stellen und die Leser damit begeistern.

Und so habe ich mich in letzter Zeit etwas intensiver mit dem Thema beschäftigt und nach Möglichkeiten gesucht, wie ich wenigstens ein klein wenig am Schreiben verdienen kann, ohne dass meine Leser dafür den Geldbeutel aufmachen müssen. Schließlich geht für den Blog sehr viel Freizeit drauf. Da wäre es umso schöner, wenn dieser Aufwand ein bisschen entschädigt wird.

Werbung auf dem Blog schalten

Das wohl verbreiteste Mittel, etwas nebenher zu verdienen, ist das Schalten von Werbung auf der eigenen Seite. Hier gibt es verschiedenen Modelle. Bei den Einen bekommt man Geld, wenn die Leser auf die Werbung klicken (Bsp. Google AdSense). Bei anderen Werbepartnern wird man am Umsatz beteiligt, falls ein Leser über den Blog auf ein Unternehmen stößt und dort etwas bestellt (Bsp. Zanox).

Hat man solche Werbebanner auf seinem Blog geschaltet, muss man höllisch aufpassen, dass man es nicht übertreibt. Denn schnell finden sich die Leser davon belästigt und statt darauf zu klicken, um den Blogger zu unterstützen, besuchen sie den Blog vielleicht garnicht mehr.

Dennoch bin ich der Meinung, dass ein gesundes Maß, dem Lesern sogar weiterhilft. Schließlich ist Werbung ja nichts Böses. Ist sie an den Inhalt des Blogs angepasst, liefert sie dem Leser durchaus einen Mehrwert. So könnte es durchaus nützlich sein, wenn ich beim Lesen eines Artikels gleich noch eine Empfehlung für einen bestimmten Händler bekomme, falls ich nicht weiß, wo ich z.B. eine bestimmte Zutat herbekomme.

Da ich seit ein paar Tagen selbst solche Werbebanner auf der Seite habe, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn ihr jegliche Ad-Block Software, die die Anzeige der Werbung verhindert, für den Blog abschalten würdet. Das wäre eine wahnsinns Unterstützung. Natürlich bin ich auch für Kritik offen. Schreibt mir einfach per Mail an info@kochschwabe.de oder hinterlasst Kommentare, falls euch der ein oder andere Banner nervt, oder gar weitergeholfen hat.

 

Da ich mein Wissen immer gerne teile, möchte ich euch auch nicht vorenthalten, worauf ich sonst noch gestoßen bin. Da gibt es echt ein paar interessante Möglichkeiten. Allerdings würde ich nicht für alle eine Empfehlung aussprechen. Ob und wie stark man auf diverse Angebote eingeht, muss jeder selbst wissen und herausfinden. Da ich hier jedoch kein Blog alla “Geld verdienen im Internet” betreibe, sondern lediglich meine Kochleidenschaft mit euch teilen möchte, werde ich auf die einzelnen Möglichkeiten nicht weiter eingehen. Ich möchte hier lediglich eine Sammlung von Anbietern aufzeigen. Mehr über die einzelnen Programme erfahrt ihr direkt bei den Anbietern.

Durch Teilen

Es gibt Partnerprogramme, bei denen man einen bestimmten Inhalt teilt und dann pro Klick dafür entlohnt wird. Hier eine Liste der Anbieter:

  • ShareIfYouLike – Hier kann man Content über verschiedene Channels (Facebook, Twitter, Google+, den eigenen Blog, usw.) teilen und bekommt Geld dafür. Eine sehr interessante Möglichkeit, sein Taschengeld etwas aufzustocken.

Bezahlte Artikel & Linkverkauf

Bei anderen Anbietern kann man sich etwas dazu verdienen, indem man z.B. in eigenen Artikeln Links zu bestimmten Seiten setzt, für die man entlohnt wird. Klingt ganz interessant und ich finde, wenn ein Link zu einem Thema passt und man dazu steht, diesen Link gesetzt zu haben, ist es auch nicht verwerflich. Oder?

Bei manchen Anbietern kann man ein wenig verdienen, indem man über ein bestimmtes Thema schreibt. Viele Unternehmen setzen nämlich auf die unabhängige und ehrliche Meinung von Bloggern. Denn nichts ist besser, als die Mund-zu-Mund Propaganda, das wissen wir doch alle.

  • Bei Teliad kann man Geld mit bezahlten Artikeln verdienen, aber auch mit dem Verkauf von Links
    teliad | Rank Better - Earn More
  • Auch bei Everlinks kann man Geld mit bezahlten Artikeln verdienen, aber auch mit dem Verkauf von Links
  • Auch bei Rankseller kann man Geld mit bezahlten Artikeln verdienen, aber auch mit dem Verkauf von Links
  • Bei Backlinkseller kann man ganz gut mit dem Verkauf von Links verdienen. Schaut’s euch bei Interesse mal an. Ob und wie stark man das bei sich selbst betreiben möchte, muss jeder selbst wissen
  • Bei Ranksider kann man sein Taschengeld mit bezahlten Artikeln aufstocken. Nicht selten kommt es vor, dass man über ein bestimmtes Thema sowieso schreiben wollte. Warum dann nicht auch etwas dafür bekommen. Bietet sich doch an, oder?
    RankSider

 

Mit Sicherheit gibt es noch tausend andere Möglichkeiten, seine aufgeopferte Freizeit durch ein wenig Taschengeld auszugleichen. Falls da noch jemand Ideen hat, freue ich mich natürlich gerne über Tipps in den Kommentaren.

Auch würde ich mich über Meinungen zu den folgenden Fragen freuen:

  • Wie steht ihr zu Werbung auf Webseiten?
  • Stört euch Werbung auf Blogs, oder ignoriert ihr sie eher?
  • Klickt ihr selbst auch öfter mal auf einen Werbebanner, um die Blogger zu unterstützen?
  • Findet ihr, dass da teilweise richtig interessante Werbung geschalten ist, die euch als Leser sogar interessiert?

Auf eure Meinung zu diesem Thema bin ich sehr gespannt. Ich würde mich über zahlreiche Kommentare freuen.



  • http://www.gastrophil.de Tom

    Hey Jens,

    also ich halte meinen Blog strikt werbefrei und werde dies, egal welche Besucherzahlen ich auch habe, auch beibehalten. Habe auch schon einige Werbeangebote von Firmen (wollten teilweise Produkte vorstellen die ich kostenlos testen sollte) ausgeschlagen. Auch Artikel welche von Vornherein einen vorgegebenen Tenor besitzen haben da keine Chance. Auch nicht für Geld. Ausnahmen gibts keine. Z.B. fand “John West” über google ihr Produkt – welches ich etwas kritisch beurteilte – hat sich mit mir in Verbindung gesetzt, mir ein Oaket geschickt und ich hab denen eben geantwortet was ich von dem Zeug halte. Diese “Macht” – quasi die Endverbrauchermacht – würde ich teilweise abgeben wenn Werbung, Artikel oder forcierte Produkttests meinen Blog / meine Webseite erobern würden.

    Darum ist uns bleibt meine Seite werbefrei, direkt und schonungslos :D

    Wenn ich Werbung auf Blogs sehe stört diese mich nicht direkt. Ich sehe die meiste Werbung dank AdBlock erstens nicht, der Rest wird einfach ignoriert. Wie die Werbung im TV oder diverse Marken im Supermarkt.

    Und zum Thema unterstützen. Ich als Webdesigner kenn mich mit den Preisen für Webseiten(erstellung), deren Hoster usw. ganz gut aus. Da dies nicht die Welt kostet (paar Euro im Monat) und ja auch des jeweiligen Hobby ist sehe ich keinen Grund hier zu unterstützen. Wer die 5-10€ im Monat dafür nicht ausgeben möchte, mein Gott, der solls eben lassen :D

    Just my 3,5 Cents

    Lieber stehend Bloggen als auf Knien Geld verdienen ;)

    Gruß Tom

    • http://www.kochschwabe.de kochschwabe

      Hallo Tom,

      es geht mir weniger um die 5-10€ im Monat für Domain, Webspace usw. als vielmehr um die Zeit, die ich dafür aufopfere…
      Irgendwann muss vielleicht auch mal ein neuer Fotoapparat her, damit es noch bessere Bilder gibt, usw. Die Liste ist undendlich lang…
      Aber auch da hat dann jeder eine andere Meinung. Das ist ja auch gut so, sonst wäre die Welt glaub ziemlich langweilig ;-)

      Ich finde es nicht verwerflich, etwas mit seinem Blog zu verdienen. Ein Schreiner oder ein Maurer bekommt auch etwas für seine Arbeit. Solange meine Stammleser die Werbung nicht als störend empfinden, ist für mich alles im grünen Bereich.

      Grüße

  • http://www.gastrophil.de Tom

    Ne versteh mich nicht falsch. Normale Werbung finde ich nicht schlimm, ob ich drauf klicke ist was anderes ;-) Was ich eben strange finde waren Anfragen zu irgendwechen Artikeln die ein Produkt loben hinter dem ich nicht stehen kann oder möchte. Wenn ich das dann für Geld veröffentlichen würde käme ich mir irgendwie blöd vor ;-)

    PS: Ja, das mit der Kamera uns stimmt schon. Da hab ich schon einiges an Geld versenkt. Mich persönlich stört das aber nicht so. Ist eben mein Hobby :D

    Gruß Tom

    • http://www.kochschwabe.de kochschwabe

      Jupp, irgendwas anpreisen, hinter dem ich selber nciht stehe, würde ich nie. Damit hintergeht man ja auch die Leser, welche deinen Blog ja genau deshalb lesen, weil sie deine Art zu schreiben und deine Meinung gut finden. Vorgegaugelte Dinge sind da fehl am Platz.

      Grüße

  • http://hangout-lifestyle.de Lifestyle-Flo

    Servus Jens,
    ich finde die Werbung hier ganz dezent, wie gerade per Mail mitgeteilt. Ich würde nicht all zu viel Werbung einblenden (das, was du jetzt gemacht hast ist schon fast das Maximum) aber im großen und ganzen ist sie so nicht vom Content recht stark zu unterscheiden. Liegt wohl daran, dass die passende Werbung geschalten ist die auch zum Koch-Thema und damit zum Layout passt.
    Was mich meist stört sind blinkende Werbungen oder Popup-Fenster. Darauf kann ich getrost verzichten.
    Ich als Blogger kann natürlich verstehen, dass Du mit deinem Blog ein paar Kröten verdienen willst. Die meisten verdienen aber mit Bannerwerbung eher weniger. Wenn dann noch mit Direktvermarktung.
    Produkttest finde ich – anders als zu Tom – schon okay. Es sollten halt nicht zu viele werden (z.B. einer im Monat). Und er sollte auch zum Thema passen und als “bezahlter Artikel” ausgewiesen werden.

    Naja… aber über solche Themen kann man sich ja bekanntlich streiten. Genau wie beim Essen :-)

  • http://sternenlounge.blogspot.de Gertie Leist

    Ja, ich finde Deine Einstellung wirklich o.k. Und was soll an Werbung denn schlecht sein. Schließlich lebt ja die Wirtschaft, und somit alle davon. Und woher soll sonst jemand wissen, was es alles gibt? Man braucht sich das, was man nicht will, ja nicht anschauen.

  • Huebi

    Ich halte Werbung auf Blogs für doof. Ich werde auch nicht meinen Adblocker modifizieren. Viele Hobbys kosten Geld und noch viel mehr Zeit. Ich mag es nicht über Werbung andere Produkte zu bezahlen. Denn letztendlich zahle ich – jegliche Werbungskosten landen letztlich im Verkaufspreis – den ich entrichten muss. Der Strassenmusikant stellt ja auch kein Werbeschild auf – sondern seinen Hut oder den Instrumentenkasten. Warum es ihm nicht gleich tun wenn du dich schon mit ihm vergleichst. Der Hut des Internets heisst übrigens Flattr. Ich blogge zwar nicht, habe aber eine Reiseseite (die ich momentan komplett umkrempel) und diese wird weder Werbebanner kriegen noch einen Flattr button,
    Wenn mich jemand nach den Unternehmen fragt, wo ich meine Wohnmobile miete, werde ich die nennen – aber kein Werbebanner von diesen schalten, auch wenn ich selbst bei denen Kunde bin.