Ein Hauch von Lecker

13. April 2012 - 2 Kommentare

Rezept: Ricotta-Spinat Crespelle auf Tomatencoulis

Ricotta-Spinat Crespelle auf Tomatencoulis. Bereits der Name dieses Gerichtes lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Es dauerte nun beinahe 1 1/2 Monate bis ich – seit seiner Entdeckung bei Robert – endlich mal dazu kam, es nachzukochen. Damals reichte schon das erste Bild aus seinem Artikel, um meine “Das-wird-auf-jeden-Fall-nachgekocht Liste” wieder um ein weiteres Gericht zu erweitern. Und die Liste ist schon lang. Ich glaube, ich sollte mal eine Umfrage starten, damit ihr mich bei der Auswahl der nächsten Gerichte unterstützen könnt, so alla “Was soll als nächstes gekocht werden”. Das könnte ganz lustig werden… ;-)

Naja, also wie gesagt dauerte es einige Zeit bis ich dazu kam. Dazwischen war die SWR3 Grillparty, dann die ganzen Hochzeitsvorbereitungen für unsere kirchliche Trauung nächste Woche, das Kirchenkonzert am kommenden Wochenende und und und.

Glücklicherweise lachte mich im Supermarkt wieder etwas an, das mich dazu bewegte, die Crespelles nun endlich mal nachzukochen. Es war eine Packung Spinat in der Gemüseabteilung.

Daraufhin suchte ich sofort nach dem Ricotta, konnte im Netto aber leider keinen finden. Nach etwas Überlegung landete dann ein körniger Frischkäse im Einkaufwagen. Irgendwie schien mir Dieser dem Ricotta am ähnlichsten zu sein. Zumindest würde er auf den zweiten Blick zu den Crespelles am Besten passen. “Nur” abgetropfer Magerquark schien mir dann etwas zu “unkäsig”.

Nun, da ich immer dachte Sbrinz sei dem Gruyère sehr ähnlich, packte ich einen “normalen” Bergkäse in den Wagen. Hätte ich vor dem Kochen gewusst, dass er eher das schweizer Pendant zum italienischen Parmesan ist, müsste ich jetzt nicht mit mir selber schimpfen. Nächstes Mal vielleicht vor dem Kochen recherchieren, wenn man keine Ahnung hat!

Auch für das Piment d’Espelette, welches in Roberts Füllung Verwendung findet gilt, nächstes Mal vorher recherchieren. So hätte ich nicht erst zu Piment gegriffen, welches im Mörser pulverisiert, durchaus einen angenehmen Geschmack zum Spinat zaubert und den Muskat wunderbar unterstützt. Wie es der Zufall so will, hatte ich dann doch noch völlig routinemäßig etwas Pul Biper untergemischt, einfach weil ich die Schärfe mag. Gerade beim allgemeinen “Nachrecherchieren” fand ich dann heraus, was Piment d’Espelette wirklich ist. Es hat mit dem Piment (jetzt weiß ich auch, was mit dem Nelkenpfeffer, der in vielen Rezepten vorkommt, gemeint ist :-)) erstmal garnichts zu tun. Piment d’Espelette ist vielmehr ein chiliflockenartiges Gewürz, welches aus der Gorria gewonnen wird. Im direkten Vergleich mit dem türkischen Pul Biber ist durchaus eine Ähnlichkeit zu erkennen. Witzigerweise wird Gorria auch als Biper (bask.: Pfeffer) bezeichnet. Also, irgendwie “Dummenglück” gehabt.

Ich bin mal gespannt, was Robert zu der ganzen Gewürzexkursion sagt. Ich könnte mir vorstellen, dass er etwas mehr Licht ins Dunkel bringt. Auch über den Sbrinz kann er mit Sicherheit mehr sagen….

Nun aber zum Rezept. Laut Robert soll die Zutatenmenge für 12 Crepes reichen. Ich hatte sie nicht so dünn hinbekommen, weshalb es bei mir nur für 8 Stück reichte. Allerdings reichte die Zutatenmenge für die Füllung der Crespelles sowieso nur für 6 Stück, obwohl ich sogar die doppelte Menge Spinat zur Verfügung hatte. Vielleicht hätte ich den Spinat nicht blanchieren, sondern mich lieber an Roberts Vorgaben halten sollen.

Zutaten

Crepes

125 g Mehl
250 ml Milch
3 Eier
1 EL Butter
1 EL neutrales Öl
100 ml Mineralwasser mit Kohlensäure (Sprudel)
Salz

Füllung

250 g Ricotta körniger Frischkäse
250 g 500 g junger Spinat
30 g Schalotten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
30 g Sbrinz, Bergkäse (besser Parmesan, wie ich später gelernt hatte)
Abrieb einer halben Biozitrone
Muskatnuss, Pfeffer, Salz
Piment d’Espelette Piment :-) & Pul Biber

Tomatencoulis

1 Dose pomodori pelati oder gehackte Tomaten aus der Dose
2 EL Olivenöl
1 Schalotte, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Zucker, Salz, Pfeffer

Zubereitung

Crepes

Milch, Mehl mischen, ein Ei nach dem andern unterschlagen, Butter, Öl und Mineralwasser zu einem glatten Pfannkuchenteig verrühren. Salzen. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Daraus feine Crepes backen

Crepes backen

Füllung

Spinat blanchieren (besser wäre Roberts Methode gewesen. Er hatte den Spinat lediglich mit heißem Wasser übergossen und dann relativ schnell abgeschreckt. Dann wäre der Spinat vielleicht auch nicht so kompakt geworden und hätte für mehr Füllung gereicht) und grob hacken.

Schalotte in Butter anschwitzen, Knoblauch zugeben, kurz mitgehen lassen, dann den Spinat zugeben, gut mischen und mitdünsten. Würzen.

In einer Schüssel den körnigen Frischkäse (Ricotta), Spinat und Berkäse (besser Parmesan oder Sbrinz) mischen, würzen mit Zitronenabrieb, Salz und den Gewürzen.

Ca. 2 Elf. Füllung auf die Crepes geben und einrollen.

Füllung auf Crepes verteilen

Tomatencoulis

Schalotte in Olivenöl anschwitzen, Knoblauch zugeben, kurz mitgehen lassen, den Inhalt der Tomatendose zugeben und etwa 15 Minuten leise köcheln. Würzen.

Zusammenbauen

Den Tomatencoulis in einer Auflaufform verteilen.

Die Crespelle nebeneinander einschichten, mit geschmolzener Butter dick einpinseln und mit Käse bestreuen.

Crespelles in Auflaufform

Bei 175°C ca. 30 Minuten Backen

Buon Appetito!

Ricotta-Spinat Crespelle auf Tomatencoulis

Ricotta-Spinat Crespelle auf Tomatencoulis, 5.0 out of 5 based on 2 ratings

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2 Kommentare

  • Danke fürs Nachkochen. Ich hab noch ein Dutzend Crêpes im Tiefkühler, beim nächsten Mal muss wieder mal Hackfleisch rein.

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  • Deine Posts lesen sich so schön!! Und Appetit bekommt man auch. Ich mag es, dass du beide Varianten vorstellst. Deine und die ursprüngliche. Übrigens: Mach dir doch Lose und ziehe dann immer das Gericht, was du als nächstest kochen willst.

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